Bewerben heißt für sich werben (1 von 2)

14.12.2011 von Boris Springer

Der Idealfall für jedes Berufsleben ist, von Anfang an das machen zu können, was einen ausfüllt, glücklich macht und auch noch (gut) ernährt. In vielen Fällen wird dieses Wunschbild jedoch gestört: entweder haben sich die eigenen Interessen geändert oder jemand ist durch “äußere Umstände” gezwungen, sich zu verändern. Mit diesem immer aktuellen Thema befasst sich die Werte-Kolumne in dieser und in der folgenden Ausgabe. Heute befassen wir uns mit der traurigen Realität, nächste Woche schauen wir, wie es besser gehen könnte.

Ganz allgemein haben Veränderungen immer auch viel Positives. Sie erweitern den geistigen Horizont, fordern uns und zwingen das Gehirn, Neues zu erlernen. Sachlich wie menschlich. Das gilt auch für das Berufsleben. Eine Voraussetzung dafür, zukünftig einer tollen Tätigkeit nachgehen zu können, ist eine in Form und Inhalt herausragende Bewerbung.

Ersteres ist einfach einzuhalten – in der Theorie. Dennoch werden viele Bewerbungen verschickt, die unvollständige Adressangaben enthalten, orthografische Fehler im Text aufweisen oder denen bspw. anzusehen ist, dass genau diese Mappe schon mehrfach versendet wurde. Auch im Jahr 2011! Formelle Regeln einzuhalten ist einfach, dennoch erreicht mich tatsächlich selten eine fehlerfreie Bewerbung.

Die bei weitem größere Herausforderung ist der Inhalt. Dabei ist es kontraproduktiv, Bewerbungen aus papiernen Ratgebern abzuschreiben oder sich auf allgemeine Tipps aus dem Internet zu verlassen. Und dennoch wird das immer wieder gemacht. Das ist nicht nur Zeit- sondern auch Geldverschwendung. Einer unlängst eingegangenen Bewerbung ist deutlich anzusehen, dass sie nicht individuell verfasst wurde. Adressfeld, Betreff und Anrede ist mittels Serienbrief individuell abzuändern, der Rest sind Allgemeinplätze. Welcher Arbeitgeber fühlt sich angesprochen, wenn sich jemand im Fließtext “um den vorgenannten [= Betreff!] Arbeitsplatz in Ihrem Unternehmen” bewirbt. Wenn die besonderen persönlichen Stärken sich dann auch noch Pünktlichkeit und sauberes Arbeiten beschränken, ist selbst die Motivation für eine Absage gering. Auch wenn die selbstverständlich ist.

So viel zu Negativ-Beispielen. Im Gegensatz zu diesen der heutigen Kolumne werden wir uns in der kommenden Woche mit Ansätzen und Ideen für erfolgversprechende Bewerbungen befassen.

Herzlichst
Ihr
Boris Springer

PS: Über “Kommentieren Sie diesen Artikel” etwas weiter unten haben Sie die Möglichkeit, Ihre Meinung zu dieser Kolumne zu äußern. Ich freue mich auf Ihre Beiträge.

Lesen Sie nächste Woche: Bewerben ist für sich werben (2 von 2)

Foto: www.pixelio.de; Fotograf: Anton Porsche

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Pause

28.12.2011 von Boris Springer

Die Werte-Kolumne pausiert für einige Ausgaben und meldet sich am 22. Februar 2012 wieder zurück.

Weiterlesen …

Bewerben heißt für sich werben (2 von 2)

21.12.2011 von Boris Springer

Eine Bewerbung zu schreiben ist Arbeit. Mit dem Ergebnis dieser Leistung stellt sich jeder erstmalig vor und bekanntlich gibt es – auch in papierner oder elektronischer Form – keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Es gilt somit, direkt Interesse zu wecken und sich als Bereicherung ...

Weiterlesen …

Bewerben heißt für sich werben (1 von 2)

14.12.2011 von Boris Springer

Der Idealfall für jedes Berufsleben ist, von Anfang an das machen zu können, was einen ausfüllt, glücklich macht und auch noch (gut) ernährt. In vielen Fällen wird dieses Wunschbild jedoch gestört: entweder haben sich die eigenen Interessen geändert oder jemand ist durch “äußere Umstände” ...

Weiterlesen …